Studie „Diskriminierung als Alltagserfahrung“ von Menschen mit Beeinträchtigungen – Aktion Mensch

Viele Menschen mit Beeinträchtigung erleben in ihrem Alltag Diskriminierung. Im öffentlichen Raum, auf dem Wohnungsmarkt, in der Berufswelt, bei Kontakten mit Behörden und Institutionen sind sie deutlich häufiger von Diskriminierung betroffen als Menschen ohne Beeinträchtigung. Im Jahr 2025 wurde die Studie zur Diskriminierung, die Menschen mit Beeinträchtigung im Alltag erfahren, erstmals durchgeführt. Nun wurde die Studie mit 593 Personen mit Beeinträchtigung und 500 Personen aus der deutschen Gesamtbevölkerung wiederholt. Diese Wiederholung bietet die Möglichkeit zu beobachen, wie sich Diskriminierung gegenüber Menschen mit Beeinträchtigung entwickelt und gleichzeitig kann aufgezeigt werden, an welchen Stellen Handlungsbedarf besteht.
Das Ergebnis
Auch im Jahr 2026 sind Menschen mit Beeinträchtigung deutlich häufiger von Diskriminierung und Mobbing betroffen als die Gesamtbevölkerung. Die Ergebnisse zeigen, dass Diskriminierungserfahrungen in der Gesamtbevölkerung gegenüber dem Vorjahr zurückgehen, für Menschen mit Beeinträchtigung bleibt die Situation jedoch unverändert belastend. So hat die Mehrheit der Menschen mit Beeinträchtigung in den vergangenen fünf Jahren Diskriminierung erfahren, in der Gesamtbevölkerung trifft dies auf weniger als ein Drittel zu. Die Folgen von Diskriminierung sind weitreichend. Rund ein Drittel der Betroffenen zweifelt nach solchen Erfahrungen und Erlebnissen am eigenen Wert, einige geben sich sogar selbst die Schuld. Diskriminierung sorgt somit dafür, dass das Selbstbild der Betroffenen und ihre gesellschaftliche Teilhabe beeinträchtigt werden und dass sie Vertrauen in bestehende Schutzmechanismen verlieren.
Auf der Seite der Aktion Mensch können Sie sich die komplette Studie herunterladen.
Text: B. Dura

