Sehen und gesehen werden (Rückmeldungen zu unseren Basale Stimulation-Kursen) von Inge Hintz und Kathrin Wüstenhagen

Wir sind mit Leib und Seele Praxisbegleiterinnen Basale Stimulation nach Prof. Dr. Fröhlich® und freuen uns jedes Mal sehr über Rückmeldungen von Kursteilnehmenden. Manche kommen eher kurz daher:
Liebe Inge und Kathrin,
aber selbstverständlich erinnere ich mich an die drei wundervollen, super spannenden und vor allem sehr, sehr nützlichen sowie hilfreichen Seminartage.
Ich habe tatsächlich alle drei Methoden ausprobiert, wobei ich ASE bisher nur mit Schülerin geübt habe und noch nicht an Patienten. Die Positionierung sowie das Ausstreichen empfinden bisher alle Patientinnen als sehr angenehm (auch meine Kinder lieben es) 🙂
Ich hatte ehrlich gesagt noch nicht so oft die Möglichkeit, alles umzusetzen, aber ich versuche immer, auch die anderen Tipps, die ihr uns gegeben habt, in meinen Alltag zu integrieren.
Ich bin wirklich begeistert davon, wie ihr beide euer Wissen vermittelt. Ich wünsche euch weiterhin viel Erfolg und viele motivierte Teilnehmer. Ihr seid einfach bombastisch – wenn ich das so sagen darf. Es kommt von Herzen ❤️,
andere erreichen uns in aller Ausführlichkeit und schenken uns wertvolle Einblicke in das Innenleben unserer Kursteilnehmenden:
Liebe Inge und liebe Kathrin,
nochmals vielen Dank, für die interessanten Tage mit euch!
Anbei ein kleiner Bericht meiner Erfahrungen:
1. Wie konntest du die von dir gewählten Angebote umsetzen?
Die ausgewählten Angebote konnte ich gut in meinen Arbeitsalltag integrieren.
Die Atemstimulierende Einreibung (ASE) gehört mittlerweile fest zu meinem therapeutischen Repertoire. Besonders die kleine ASE lässt sich gut im Alltag einsetzen, z. B. vor oder am Ende einer Behandlung. Sie wird von den Bewohnern augenscheinlich als sehr angenehm wahrgenommen.
Die große ASE setze ich seltener ein, konnte jedoch auch hier positive Erfahrungen sammeln. Insgesamt stellt die ASE für mich ein sehr wertvolles Werkzeug dar, auf das ich im Arbeitsalltag nicht mehr verzichten möchte.
Vibratorische Angebote sowie die Kornährenfeld Übung konnte ich ebenfalls im Einzelkontakten einsetzen, angepasst an die jeweiligen Bedürfnisse und die Tagesform der Bewohner.
2. Welche Reaktionen konntest du bei den Patienten beobachten?
Die Reaktionen auf die verschiedenen Angebote waren unterschiedlich und stark von der individuellen Wahrnehmung der Bewohner abhängig.
Bei der Atemstimulierenden Einreibung konnte ich überwiegend positive Reaktionen beobachten. Viele Bewohner wirkten ruhiger und entspannter, teilweise auch präsenter und zugänglicher im Kontakt.
Vibratorische Angebote wurden nicht von allen Bewohnern als angenehm empfunden. Bei den Bewohnern, die diese Reize gut angenommen haben, konnte ich jedoch beobachten, dass sie im Anschluss wacher wirkten und teilweise eine erhöhte Aufmerksamkeit zeigten.
Die Kornährenfeldübung konnte ich bisher bei einer Bewohnerin anwenden. Während der Durchführung zeigte sich eine Tonusregulation im Sinne einer Entspannung, der Muskeltonus schien zu sinken. Die Bewohnerin ließ die Übung gut zu.
3. Gab es Schwierigkeiten in der Umsetzung?
In der Umsetzung zeigte sich, dass nicht alle Angebote für jeden Bewohner gleichermaßen geeignet sind. Insbesondere vibratorische Angebote wurden teilweise als unangenehm empfunden und mussten individuell angepasst oder abgebrochen werden.
Die Kornährenfeldübung habe ich bisher nur bei einer Bewohnerin angewendet. Bei schwereren oder körperlich eingeschränkten Bewohnern habe ich mich in der Durchführung bisher noch unsicher gefühlt.
4. Warst du mit der Auswahl und Umsetzung deiner Angebote zufrieden?
Nach der Fortbildung bin ich sehr motiviert an meinen Arbeitsplatz zurückgekehrt und hatte großes Interesse, die Inhalte in meinen Alltag zu integrieren.
In der Praxis hat sich jedoch gezeigt, dass die Umsetzung neuer Angebote unter Zeitdruck nicht immer einfach ist, insbesondere wenn man sich in der Anwendung noch nicht vollständig sicher fühlt.
Ein fester Bestandteil meines Arbeitsalltags ist mittlerweile die Stimulation der Körperwahrnehmung durch das Nachmodulieren des Körpers der Bewohner geworden. Dieses Angebot wird sowohl von mobilen Menschen mit Demenz als auch von bettlägerigen Bewohnern sehr gut angenommen und als angenehm erlebt.
Insgesamt hat die Fortbildung mein Interesse an der Basalen Stimulation deutlich verstärkt. Ich habe begonnen, mich weiter in das Thema einzuarbeiten, unter anderem durch Fachliteratur, und plane zukünftig die Teilnahme am Aufbaukurs.
Und manchmal sagen Bilder ebenso viel wie Worte:

Diese Fotos stammen von unserem letzten Aufbauseminar in Pelzerhaken. Da Basale Stimulation ganz viel mit „Handarbeit“ zu tun hat, haben wir die Teilnehmenden gebeten, auf einem Stück Papier ihren Händeabdruck darzustellen. Dann haben die Teilnehmenden ihre Hände auf ein Stück Stoff aufgemalt und ausgeschnitten. So haben wir die Individualität der Hände dargestellt.
Wir möchten diese Momente mit euch teilen, weil sie uns immer wieder Kraft und Energie schenken – und jetzt vielleicht auch euch.
Eure Inge und Kathrin

