Der IFBS e. V. beim 2. Deutschen Schlaganfallkongress in Berlin – ein Rückblick


Ganz besonders war der Ort, an dem vom 10. bis 12. September 2026 der 2. Deutsche Schlaganfallkongress stattfand. Die Freie Universität Berlin in Berlin-Dahlem (und hier speziell der historische Henry-Ford-Bau) ist ein geschichtsträchtiges Universitätsgebäude, lichtdurchflutet, mit einen wunderbaren Ausblick in die Umgebung, großen Hörsälen und einer breiten Treppe – an deren Ende sich unser Stand befand. Wir blickten von dort auf Porträts vieler berühmter Menschen, die mit der FU auf verschiedene Weisen verbunden waren oder dort selbst studierten, darunter John F. Kennedy, Elke Heidenreich, Inga Humpe, Orhan Pamuk, Theodor Heuss, Annalena Baerbock sowie viele weitere.

Treppenaufgang, rechts unser Stand
Der Kongress und die Verbindung zu Basaler Stimulation
Unter dem Motto „Schlaganfallversorgung gemeinsam gestalten. Verantwortung übernehmen.“ ging es bei dem diesjährigen Kongress um die komplette Schlaganfallversorgung in ihrer ganzen Bandbreite, von der Prävention, über die präklinische/akutklinische Versorgung, die frühe Rehabilitation sowie die systematische Nachsorge. Eine gute Gelegenheit, die Basale Stimulation vorzustellen. Da nach einem Schlaganfall bei Betroffenen oft Wahrnehmung, Bewegung und Kommunikation eingeschränkt sind (bspw. durch Taubheitsgefühle, Halbseitenlähmung, Vernachlässigung der betroffenen Seite), kann Basale Stimulation über gezielte Sinnesreize (Stimme, Bewegung, Berührung, Geruch, Geschmack) die Grundwahrnehmung aktivieren. Dazu gehören folgende Angebote:

Unser Stand
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Körperwahrnehmung stärken: Die betroffene Körperhälfte wieder „spürbar“ machen, z. B. durch sanftes Ausstreichen, Waschen mit klaren Bewegungen oder gezieltes Berühren der gelähmten Seite.
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Orientierung und Sicherheit fördern: Durch wiederkehrende, vertraute Reize (Ansprache, Berührung zu Beginn, bekannte Düfte/Musik) erfahren Betroffene: „Ich bin hier. Ich bin sicher.“
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Kommunikation ohne Worte ermöglichen: Auch wenn Sprache fehlt, können Berührung, Tonfall, rhythmische Bewegungen oder vertraute Lieder Kontakt herstellen.
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Stress und Unruhe reduzieren: Ruhige, dosierte Reize können Angst und vegetativen Stress verringern und das Wohlbefinden steigern.
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Aktivität und Teilnahme unterstützen: Eine bessere Wahrnehmung und weniger Angst erleichtern Folgetherapien (Physio‑/Ergotherapie) und Alltagsaktivitäten.
Wertvolle Begegnungen
Die Atmosphäre an diesen Tagen war ganz wunderbar. Am ersten Kongresstag begrüßte uns der Kongresspräsident Prof. Dr. med. Martin Köhrmann an unserem Stand. Er freute sich riesig über die große Resonanz auf diesen 2. Deutschen Schlaganfallkongress und über die gut 1.000 Teilnehmenden.

v.l.n.r.: Alexandra Bäumer, Bianca Schmidt-Maciejewski, Susanne Rossius
An diesem Tag unterstützte uns unsere liebe Kollegin und Vereinsmitglied Bianca Schmidt-Maciejewski am Stand, bevor sie am nächsten Tag ihren Workshop „Pusher Syndrom, eine neuropsychologische Störung mit Herausforderung“ hielt. Zwei zusätzliche Hände kamen durchaus gelegen, denn die Resonanz auf unseren Stand war sehr gut. Viele Menschen aller Berufsgruppen, Pflegende, Therapeut:innen und auch Ärztinnen und Ärzte, fanden sich bei uns ein, um sich über Basale Stimulation zu informieren. Dabei reichte der Wissensstand von „Ja, kenne ich schon, habe schon Kurse gemacht“ bis zu „Was ist das? Hat das was mit tiefer Hirnstimulation zu tun?“. Wir beantworteten alle Fragen, lauschten eigenen Erfahrungsberichten und freuten uns über diesen angeregten und anregenden Austausch.
Im Gespräch

Wir danken allen Teilnehmenden, die uns an unserem Stand besuchten und Zeit für ein Gespräch mitbrachten. Bis zum nächsten Jahr!

